Video

Ganz klar: Den bewegten Bildern gehört in den Medien die Zukunft. Die Fernsehsender genießen, dass sie schon ewig Videos produzieren und strahlen diese deswegen auf immer mehr Kanälen linear, digital, online oder mobile aus. Die Verlage und Online-Portale wollen dagegenhalten und experimentieren ihrerseits mit dem Bewegtbild, um herauszufinden, welche Videos die User sehen wollen und wie sich die Inhalte monetarisieren lassen.

Die bitteren Erkenntnisse: Der Abschalt bzw. Wegklick-Impuls ist noch gnadenloser als vor dem Fernseher und News-Themen lösen diesen recht schnell aus. In der Realität versuchen die Redakteure nachrichtlich-relevante Themen zu platzieren, die Vermarkter verlangen dagegen im Sinne der Werbekunden nach Entertainment, Games, Sport, Autos. Ein schwieriger Spagat, den man mit guten Themen und innovativen Formaten, die den Online-Regeln gehorchen, aber bewerkstelligen kann.

Ich bin dem Bewegtbild-Virus 1998 erlegen als ich mein Praktikum bei RTL begann. „Damals“ gab es noch Beta-Tapes und lineare 3-Maschinen-Schnittplätze. Beim Sport-Informations-Dienst und bei dapd haben meine Teams mit mir maßgeschneiderte Video-Angebote für die Online-Medien gemacht, die preislich und inhaltlich attraktiv waren. Nach dem Quasi-Ende der Video-Produktion bei dapd klafft eine Lücke auf dem Markt, die geschlossen werden muss.